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Neugierig, wie die Staffing-Landschaft 2021 aussieht? Tauchen Sie ein in diesen Artikel und machen sich mit den Branchen-Prognosen für das kommende Jahr vertraut.

Covid-19 hat die Welt auf eine Weise verändert, die wir erst langsam zu begreifen beginnen. Zu Anfang standen viele von uns unter Schock angesichts des plötzlichen, heftigen Ausbruchs der Krankheit und ihrer rasanten Verbreitung, die die Welt in ihren Grundfesten erschüttern sollte.

Eingeschlossen in ihren vier Wänden, bekamen die Menschen diese Erschütterungen unmittelbar in ihrem privaten und beruflichen Umfeld zu spüren. Zwar hat die Krankheit unsere Verletzlichkeit aufgezeigt, aber gleichzeitig auch unsere Widerstandskraft und Stärke zum Vorschein gebracht. Im Moment der Krise eröffneten sich uns mit einem Mal neue Wege hin zu einer Transformation, die wir alle möglichst behutsam zu gestalten versuchen.

Besonders hart getroffen wurde die Personalvermittlungsbranche, weil die Wirtschaftskrise Einstellungs- und Entlassungsstops nach sich zog. Doch zur gleichen Zeit blühten manche Bereiche des Personalvermittlungswesens förmlich auf, wie etwa Gesundheit, Logistik oder Retail, und verzeichneten Spitzenwerte. Dem allgemeinen Einstellungsrückgang in diesem Jahr wird ein schnelles Wachstum im kommenden Jahr folgen, sobald die Menschen geimpft sind und ein wenig Normalität einkehrt.

Werfen wir nun einen Blick auf die Prognosen zufolge maßgeblichen Trends im Personalwesen für 2021:

1) Mehrgenerationen-Arbeitsplätze

Laut einer Deloitte-Umfrage sind 59% der Befragten der Auffassung, dass die Unterschiede zwischen den Generationen nicht überbrückt werden können. Tiefergehende Forschungen deuten allerdings in die gegensätzliche Richtung.

Für 2021 erwartet die Personalvermittlungsbranche eine steigende Zahl grenzüberschreitender Arbeitnehmer mit zunehmend diversem Hintergrund. Jetzt, wo die Generation Z die Bühne betritt, werden wir Veränderungen im Denken von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sowie in deren Einstellung zur Arbeit beobachten können. Wir werden Mehrgenerationen-Belegschaften sehen, die Erfahrungswissen und visionäres Zukunftsdenken unter einen Hut bringen.

Es wird überhaupt nicht mehr seltsam anmuten, 65-jährige Praktikanten Seite an Seite mit 25-jährigen Managern arbeiten zu sehen. Die Generationszugehörigkeit wird im professionellen Umfeld eine immer geringere Rolle spielen und die Arbeitnehmer werden, ungeachtet ihres Alters, ihrer Erfahrung oder ihrer Qualifikation, ihre Ansprüche deutlicher äußern.

2) Remote-Arbeitsplätze & Home-Office

Die Pandemie zwang uns zur Anpassung an eine neue Arbeitsweise – Home-Office. Anfangs war es noch eine Herausforderung, sich mit den neuen Gegebenheiten zu arrangieren, doch inzwischen haben die Unternehmen erkannt, dass Präsenzarbeit nicht zwingend nötig ist für Leistung und Effizienz.

Laut Statistik nutzten 91% der Personaler Videoanwendungen für Vorstellungsgespräche oder Konferenzen, um durch diese schwierigen Zeiten zu kommen. Und 64% wollen Remote-Arbeit und -Recruiting so beibehalten und nicht ausschließlich zu On-Site Lösungen zurückkehren. Sie haben es ausprobiert und kamen zu dem Schluss, dass diese Form flexibler und bequemer ist, und dass der Einstellungsprozess sowie die Belegschaft selbst hervorragend aus der Ferne funktionieren.

Die Unternehmen werden die Ansprüche ihrer Belegschaft weiterhin in den Mittelpunkt ihres Mitarbeitermanagements stellen, was zu mehr Remote-Arbeit führen und die Einstellung von Off-Site-Arbeitern zusätzlich fördern wird.

Obendrein bedeutet dies, dass Unternehmen vermehrt über ihre Grenzen hinaus blicken und outsourcen, was ihnen zusätzliche Impulse verschafft und ermöglicht, die Situation neu zu bewerten. So werden sich die anfänglichen Nachteile zu einer neuen Normalität wandeln.

3) Personalwachstum vorprogrammiert

Ausgewogenheit ist der Schlüssel, im Leben wie bei der Arbeit. Unternehmen sollten das begreifen. Angesichts weit verbreiteter Entlassungen und Einstellungsstops in diesem Jahr, ist ein rasanteres Jobwachstum für 2021 zu erwarten, wenn die Unternehmen damit beginnen, ihre offenen Stellen wieder zu besetzen und ihre Belegschaften auf das nötige Level hochzufahren.

Sobald die Wirtschaft wieder in der Spur ist und den Fokus auf die Überwindung der Rezession legt, wird der Einstellungsprozess wieder an Fahrt aufnehmen. Die zahlreichen aufgeschobenen Projekte verlangen nach Personal. Wenn die Angestellten an ihre Arbeitsplätze zurückkehren und neue hinzu kommen, ist das Wachstum der Personalbranche vorprogrammiert.

Statista zufolge waren die USA 2019 mit einem Gesamtvolumen von 151,8 Milliarden Dollar führend im Bereich des Personalwesens. 2020 ist der Umsatz allerdings corona-bedingt auf 119,4 Milliarden Dollar geschrumpft. Dieser Rückgang ist jedoch nur vorübergehend, da der Markt Prognosen zufolge 2021 auf 136,4 Milliarden Dollar anwachsen wird.

4) Die HR-Abteilungen werden flexibler

Einer Umfrage unter 38.000 Arbeitnehmern in 43 Ländern zufolge, werden flexible und langfristige Arbeitsmöglichkeiten zur neuen Norm. Griechenland, Singapur, Belgien, die Niederlande und Australien sind in der Personalbranche dominierend, weil sie ihren Angestellten die größtmögliche Flexibilität bieten, während China, die USA, Polen und Indien in dieser Hinsicht ein wenig hinterherhinken. Die führenden Länder haben eine hybridartige Arbeitsweise entwickelt, die Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichermaßen zugute kommt.

Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsortes und Work-Life-Balance gehen Hand in Hand, und wer würde sich nicht gerne von rigiden Arbeitszeitplänen verabschieden? Insbesondere jüngere Arbeitnehmer verlangen mehr Flexibilität.

76% der Millennials würden für flexiblere Arbeitszeiten sogar Gehaltskürzungen in Kauf nehmen. Einer Umfrage von FlexJobs zufolge sagen 80% der Befragten, dass sie ihrem Arbeitgeber gegenüber loyaler wären, wenn er die Bedürfnisse der Belegschaft nach mehr Flexibilität und Freiräumen entsprechend berücksichtigte.

5) Siegeszug von Künstlicher Intelligenz & weiteren Fortschrittstechnologien

Auch wenn technologischer Fortschritt durchaus nichts neues für die Personalbranche ist, werden wir 2021 mehr Bewegung in Richtung Automatisierung sehen. Personalwesen und Talentakquise werden davon besonders stark betroffen sein..

Stellen Sie sich einen Personaltrend vor mit „Zurück in die Zukunft“-Vibes. Etwa 75% der Arbeitgeber weltweit sind davon überzeugt, dass Künstliche Intelligenz mehr Kandidaten produzieren und Initialprozesse wie Sourcing, Screening oder Interviews schneller und effizienter macht.

Unternehmen, die viele Off-Site-Angestellte beschäftigen oder einstellen möchten, benötigen natürlich die entsprechende Technik, um sie aus der Ferne zu managen. Diese Technologien sind notwendig, um die Belange der Belegschaft zu berücksichtigen, sowie für die Kommunikation mit und das Verhältnis zu den Angestellten. Recruiter in den HR-Abteilungen werden damit beginnen, Software-Bots, robotergestützte Prozessautomatisierung und KI zu nutzen, um ein hohes Maß an Funktionalität zu gewährleisten.

6) Zunahme von Employee Experience Strategien (EX-Strategien)

Zur Zeit führt nicht einmal ein Drittel aller Unternehmen Umfragen zu den Erfahrungen ihrer Mitarbeiter durch oder verfügt über Programme, die Mitarbeitern eine Plattform bieten, um ihre Ansichten, Gedanken, Meinungen oder Beschwerden zu äußern. Etwa zwei Drittel der Unternehmen haben keine Ahnung, wie sich die Pandemie auf das Gefühlsleben ihrer Mitarbeiter ausgewirkt hat.

Doch diese nachlässige Praxis kommt allmählich an ihr Ende. Langsam beginnen die Unternehmen zu begreifen, wie seelisches Wohlbefinden und geistige Gesundheit der Mitarbeiter sich auf Leistung und Effizienz des Unternehmens auswirken.

Zur Vermeidung von Burnouts und zur Erhöhung der Produktivität, werden Unternehmen im kommenden Jahr zunehmend die Möglichkeit anbieten, sich auszusuchen von wo aus man arbeiten möchte. Die Zahl dauerhafter Remote-Arbeitsplätze soll um 300% anwachsen, und die Unternehmen werden sich vermehrt mit den Erfahrungen ihrer Angestellten beschäftigen, und zwar nicht nur von einem technologischen Standpunkt aus betrachtet, sondern auch hinsichtlich Mitarbeiterführung, Change Management und beruflicher Entwicklung.

Wir sind davon überzeugt, dass die Personalbranche vor vielen Veränderungen steht, von denen so manche uns im kommenden Jahr überraschen dürften. Bleiben Sie am Ball, wir halten Sie diesbezüglich auf dem Laufenden!
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