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Umweltfreundlich und nachhaltig zu handeln ist nicht nur das Gebot der Stunde, sondern eine Menschheitsaufgabe. Die Erde hängt an einem seidenen Faden und es liegt an uns, das zu ändern. Jeder Wirtschaftszweig tut sein Bestes, um umweltfreundlicher zu werden, und was die Personalbranche dazu beisteuern kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wir müssen auf unseren Planeten besser achtgeben. Wir müssen unsere Umwelt schützen, deren Regenerationsfähigkeiten wir so arg strapaziert haben, dass sie bedrohter ist denn je. Wer nun glaubt, dass der oder die Einzelne nichts bewirken kann, irrt gewaltig. Jeder noch so kleine Schritt in eine nachhaltige Zukunft zählt. Wir können nicht länger so tun, als gäbe es keine Handlungsmöglichkeiten. Denn für jede Entscheidung, die wir treffen, gibt es eine grüne Option. Und dennoch wird die Verantwortung für eine intaktere Umwelt künftig mehr und mehr auf den Schultern großer Konzerne ruhen.

Personalpolitik ist ein wichtiger Bestandteil der grünen Bewegung, und der Grund dafür liegt darin, dass Großkonzerne über immensen globalen Einfluss verfügen. Sie beeinflussen Regierungen und deren Entscheidungen.

Hinzu kommt, dass sie erheblichen Einfluss haben: auf die einzelnen Angestellten, vom Wohnort bis zur Technik, die sie nutzen. Unsere Art zu leben und zu arbeiten können wir am schnellsten und effizientesten auf einen nachhaltigeren Weg bringen, indem wir Veränderungen in diesen großen Konzernen anstoßen.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihre Personalabteilungen und die Personalakquise ökologischer gestalten und damit nicht nur Geld sparen, sondern auch die Umwelt schonen können.

1) Ab in die Cloud

Personaler, die nachhaltiger werden möchten, können Sie auf vielfache Weise auf Ihrem Weg unterstützen.

William Clifford zufolge – Top-Umweltstratege bei Microsoft – fallen Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen bei Cloud-Anwendungen deutlich niedriger aus, als bei Vor-Ort-Anwendungen. Wenn kleinere Unternehmen (bis zu 100 Nutzer) ihren ökologischen Fußabdruck um bis zu 90%, von lokalen Servern in die Cloud wechseln, reduzieren sie ihre CO2-Emissionen um bis zu 90%. Bei Großkonzernen sind es etwa 30%.

In einer Fallstudie am Beispiel eines großen Konsumgüterkonzerns wurde berechnet, dass der Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen um 32% gesenkt werden können, wenn sie ihre 50.000 E-mail-Nutzer in Nordamerika und Europa in die Cloud von Microsoft verlagern.

Mit der Verlagerung in die Cloud verringert sich einerseits der Treibhausgasausstoß, andererseits werden Milliarden von Dollar eingespart. So gelangen durch Cloud-Computing 4,5 Millionen Tonnen weniger CO2 in die Erdatmosphäre.

2) Virtuelle Vorstellungsgespräche

Hin und wieder müssen Arbeitgeber wie Bewerber für ein Vorstellungsgespräch längere Strecken zurücklegen, was Zeit, Geld und Ressourcen vergeudet. Lässt sich das vermeiden? Na klar! Sie werden erstaunt sein, was für Vorteile sich Ihnen bieten, wenn Sie Ihren Einstellungsprozess ins Netz verlagern. Dank moderner Technik ist alles lediglich einen Mausklick entfernt. Warum sie also nicht sinnvoll einsetzen? Wir können ganz einfach Tools wie Videokonferenzen nutzen, um potentiell geeignete Kandidaten kennenzulernen, die ansonsten vom Interviewprozess ausgeschlossen wären.

In virtuellen Interviews können Sie die Körpersprache der Kandidaten beobachten, an bestimmten Stellen nachhaken und auch deren Antworten auf knifflige Fragen analysieren.

Live Online-Interviews sind das Gleiche, wie wenn die Bewerber Ihnen im selben Raum gegenübersitzen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Sie ihnen nicht die Hände schütteln oder sie zur Tür geleiten können.

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Kandidatin oder einen Kandidaten aus einer anderen Stadt einfliegen lassen, nur um festzustellen, dass sie oder er nicht zum Unternehmen passt. Damit haben Sie nicht nur Geld verloren, sondern auch jede Menge kostbare Zeit bei der Vorbereitung und Durchführung des Vorstellungsgesprächs. Und Eines sollten wir nicht vergessen: Wenn man es online macht, lassen sich mehr Leute in begrenzter Zeit interviewen.

Führt man Vorstellungsgespräche virtuell durch, sind die Vorteile für die Umwelt groß. Keine Autos. Keine Abgase. Keine Vergeudung von Ressourcen.

3) Home-Office als Option

Wenn ein Job von Zuhause aus genauso gut erledigt werden kann, wie im Büro, sollten Sie dies den entsprechenden Mitarbeitern ermöglichen. Telearbeit heißt, die Angestellten brauchen nicht zur Arbeit zu fahren, was wiederum weniger Verkehr bedeutet und folglich weniger Umweltverschmutzung. Selbst wenn Ihre Angestellten nicht täglich von Zuhause aus arbeiten können; ein Tag pro Woche macht bereits einen großen Unterschied.

Die Treibhausgasemissionen könnten um 107 Millionen Tonnen pro Jahr gesenkt werden, wenn alle von Zuhause aus arbeiten würden. Außerdem könnte damit die Abhängigkeit von Ölimporten um 80% reduziert werden. Überdies deuten diverse Berichte darauf hin, dass Angestellte im Home-Office zufriedener sind als im Gemeinschaftsbüro.

4) Fahrgemeinschaften bilden

Können Ihre Angestellten nur mit dem Auto zur Arbeit kommen, dann fördern Sie die Bildung von Fahrgemeinschaften, sodass das eigene Fahrzeug öfter stehen bleibt. Dadurch kann sich die Umweltbelastung enorm verringern. Ermutigen Sie Ihre Angestellten zu dieser Art des Pendelns, indem Sie bestimmte Anreize schaffen.

Wie wäre es mit einer Tasse Kaffee gratis für alle, die Fahrgemeinschaften nutzen? Oder eine Auszeichnung als „Umweltheld“? Ganz gleich, welche Anreize Sie setzen, entscheidend ist, dass die Angestellten Ihr Umweltprogramm nachvollziehen können und dahinter stehen.

Ihre Bemühungen um eine gesündere Umwelt sollten auf keinen Fall oberflächlich sein, denn Oberflächlichkeit währt nicht lange. Vielmehr sollte Umweltschutz ein ernsthaftes Anliegen sein und nicht bloß dazu dienen, Bewerber anzulocken und das Image aufzupolieren.

5) Grüne Personalprozesse

Es ist wohlbekannt, dass die jüngere Generation bei ihren potentiellen Arbeitgebern Wert auf Umweltfreundlichkeit legt. Und Recruiter wollen von dieser Generation respektiert und beachtet werden, da sie nicht nur die Zukunft der Arbeitswelt, sondern der Menschheit im Allgemeinen sind.

Studien zufolge ist Umweltschutz für Leute, die 25 Jahre oder jünger sind, das wichtigste Anliegen. Bestimmt haben Sie auch schon Proteste, Demonstrationen oder Kampagnen mitbekommen, bei denen diese Generation am aktivsten mitmischt. Besonders für die Generation Y sind Umweltbewusstsein und ihre jeweiligen Arbeitsplätze eng miteinander verknüpft. Diesen Leuten geht es nicht bloß um einen guten Job und ein hohes Gehalt, vielmehr suchen sie nach einem Arbeitgeber, der ihre Wertvorstellungen teilt und den Planeten ebenso entschlossen vor dem drohenden Untergang bewahren will.

Mit einer nachhaltigen Personalpolitik beweisen Sie Ihrer Kundschaft, dass Ihnen die Gesellschaft am Herzen liegt und Sie etwas bewegen möchten.

Zusammengefasst

Unter grünen Personalprozessen verstehen wir Maßnahmen wie die Nutzung von Software zum Sammeln und Speichern von Daten, anstelle von Papier. Dass wir uns Fragen stellen wie die, ob es jemanden im Unternehmen gibt, der oder die für die CO2-Bilanz des Unternehmens verantwortlich ist. Oder inwiefern Stellenbeschreibungen und Inhalt der Webseite mit Ihrem Bekenntnis zu mehr Umweltschutz zusammenpassen. Engagiert sich Ihr Unternehmen auch außerhalb des Büros für eine saubere Umwelt? Ist Ihnen bewusst, wie sehr sich Ihr Rekrutierungsprozesses auf die Umwelt auswirkt? Hat die Führungsetage eine Ahnung, in welchem Maße Ihr Unternehmen die Umwelt belastet und was tut sie dagegen? Die Botschaft muss klar sein, die Taten aber auch.

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