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'Individualität' ist der neue Trend – auch in der Arbeitswelt: Wie schnell, wie lange und wo möchte ich an einer Aufgabe arbeiten? Das Gute: Dieser neue Anspruch führt zu besseren Ergebnissen – und macht Mitarbeiter*innen zufriedener.

Über die sich verändernden Erscheinungsformen der 'Arbeitskultur' weltweit

Wir treten in das 'Zeitalter des (Sternzeichen) Wassermann' ein. Dies bedeutet, dass die Bevölkerung als Ganzes eine neue, längere Phase der "Individualität" durchlaufen wird.

Früher arbeiteten wir in erster Linie als Gemeinschaft, aber das ändert sich gegenwärtig. Von den Produkten, die wir kaufen, bis hin zu den Inhalten, die wir online konsumieren, werden die Dinge inzwischen so angepasst, dass sie unseren Nischenbedürfnissen entsprechen. Es gab eine Zeit, in der ein einzelnes Produkt den Bedürfnissen der Massen entsprach, aber jetzt, mit einer höheren Kaufkraft und einem neu erfundenen Lebensstil, suchen die Menschen in allen Lebensbereichen nach mehr, und die Arbeit ist keine Ausnahme!

Was sind also die neuen Konzepte und Praktiken, die weltweit in die Arbeitskultur Einzug halten?

1) Individualismus

Vor mehr als einem Jahrzehnt gab es in der Geschäftswelt eine Reihe von Regeln und Vorschriften, die strikt eingehalten werden mussten. Das meiste davon funktionierte früher wie eine Fussballmannschaft, in der jeder Mitarbeiter eine bestimmte Anzahl von Verantwortlichkeiten, strenge Pflichten und einen Chef hatte, der das letzte Wort hat. In einer solchen Konstellation sind Mitarbeiter bemüht und bestrebt, zum Gesamterfolg des Teams beizutragen. Aber mit dem Auftreten von Individualismus im Unternehmensbereich haben die Dinge eine Wendung genommen. Indem Mitarbeiter anfangen, auch auf ihre persönlichen Ziele hin zu arbeiten, dienen sie indirekt auch der gesamten Organisation und stärken sie durch ein stärkeres persönliches Engagement.

Der Individualismus wahrt die Rechte, Überzeugungen und Verantwortlichkeiten jeder Person. Er gibt den Mitarbeitern die Freiheit, ihre eigenen Wege zu finden, um die Ziele zu erreichen. Was anderesherum bedeutet, dass es gibt keinen Platz mehr für Mikromanagement oder prüfende Blicke gibt.

In der Online-Welt wird ein Algorithmus entsprechend unseren individualistischen Verhaltensmustern im Internet verändert. Bestimmt sind Sie schon einmal auf verschiedenen Plattformen im Internet auf Anzeigen und Videoempfehlungen gestoßen, die genau das sind, wonach Sie gesucht haben. Warum geschieht das? Warum konzentrieren sich Unternehmen nicht auf Kollektivismus, sondern gehen einen anderen Weg?

Das passiert, weil die Unternehmen sich des Wandels bewusst geworden sind, der sich in unserer Persönlichkeit als Ganzes vollzieht, und dieser Wandel ist auch in den Büroräumen und Arbeitsatmosphären von verschiedenen Branchen zu beobachten.

Meist wird davon ausgegangen, dass eine solche Freiheit am Arbeitsplatz zu einer unorganisierten und unordentlichen Atmosphäre ohne einen richtigen Schwerpunkt führt. Tatsächlich aber ist es so, dass die Förderung der Individualität am Arbeitsplatz die Kreativität fördert, und insgesamt zu besserer Zusammenarbeit, Personalisierung und einem höheren Leistungsniveau führt.

2) Ablehnung des 9-5 Musters

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum 60% der Millenials nach weniger als 3 Jahren ihren Arbeitsplatz wieder aufgeben? Vorbei sind die Zeiten, in denen die Menschen ihr halbes oder sogar ganzes Leben lang an ihrem Arbeitsplatz bleiben. Und 87% der Unternehmen melden einen Verlust von 15.000 oder 25.000 Dollar mit dem Verlust eines jeden Mitarbeiters.

Die 9-5-Struktur funktioniert nicht mehr so wie früher. Laut dem Millenial Branding-Bericht ziehen in Zukunft 45% der Millenials die Flexibilität am Arbeitsplatz der Bezahlung vor. Geld spielt keine Rolle mehr, sofern es um die persönliche Freiheit geht. Für Arbeitnehmer ist es heutzutage wichtiger, ein ausgewogenes Leben zu führen, und dafür benötigen sie Flexibilität.

Produktivität und Output hängen vom Wohlbefinden der Arbeitnehmer ab, und um sie glücklich zu machen, schaffen die Unternehmen neue Arbeitsstrukturen, in denen die Arbeitnehmer ihre Arbeitszeiten selbst bestimmen können. Sie sind nicht mehr an einen festen Zeitplan gebunden, sondern müssen sich in ihrem eigenen Tempo um die Aufgaben kümmern.

Aus diesem Grund erleben wir einen Anstieg der Gig- und Zeitarbeitsformen. Die 9-5-Struktur passt nicht für alle Persönlichkeiten. Manche Menschen haben ihren eigenen Raum und ihr individuelles Tempo, was oft zu einer hohen Effizienz führt. Und mittlerweile gibt es eine regelrechte Burnout-Epidemie, da immer mehr Menschen wegen der strengen Struktur an ihren bisherigenArbeitsplätzen frustriert sind.

3) Arbeiten von außerhalb

Die Menschen sind dabei, die gegenwärtigen Arbeitsweisen zu hinterfragen. Seit dem 18. Jahrhundert halten wir an einer bestimmten Form der Arbeit fest: An unserem Arbeitsplatz, routinemäßig, montags bis freitags. Selbst an Wochenenden wird zum Teil gearbeitet.

Das Problem mit der Arbeit vor Ort besteht darin, dass sie (gefühlt) heutzutage ausgebeutet wird. Hinzukommt, dass die Technologie die Arbeitstage in die Länge zieht. Eine Gallup-Studie ergab, dass Vollzeitbeschäftigte in den USA im Durchschnitt 50 Stunden pro Woche arbeiten, anstatt 47 Stunden, wie sie eigentlich arbeiten müssten. Die Menschen haben damit begonnen, über Nacht, an Wochenenden und manchmal sogar im Urlaub im Büro zu bleiben. Und sie werden für den Mehraufwand und die zusätzlichen Stunden, die sie investieren, nicht entschädigt.

Die Arbeit ausserhalb des Büros hingegen erlaubt es Angestellten, in ihrer Komfortzone zu arbeiten, es hilft ihnen dabei, ihre Arbeit zu kontrollieren und sich nicht von der Arbeit kontrollieren zu lassen.

4) Auf Wiedersehen, Hierarchie

Untersuchungen zeigen, dass flache Strukturen mehr Erfolg haben. Das Vorhandensein einer klaren Hierarchie führt oft zu Konflikten, da die Mitarbeiter dazu neigen, gegeneinander zu agieren, wenn es eine (gefühlte) Bedrohung von außen gibt.

Lindred Greer, Professorin für Organisationsverhalten an der Stanford Graduate School of Business, ist der Ansicht, dass eine effektive Teamarbeit bei Problemen keine Hierarchie braucht, sondern Gleichmacherei, was bedeutet, dass die Macht nicht an einem Ort konsolidiert und nicht zentralisiert ist. Es ist eine Kultur, in der alle Stimmen zählen, unabhängig von Erfahrung oder Alter.

Wir können sehen, dass Transparenz und Gleichheit von den meisten Start-ups oder jungen Organisationen praktiziert wird, weil sie erkennen, dass das Vorhandensein einer Hierarchie den Arbeitsfluss und den kreativen Prozess nur behindern und eine Menge ungesunder Konkurrenz schaffen wird, die sich schließlich zu einem Mangel an Produktivität summieren würde.

Wenn die Atmosphäre offen ist und die Kommunikation einfach durchzuführen ist, schleichen die Mitarbeiter nicht auf Zehenspitzen an ihren Arbeitsplätzen herum, und sie äußern ihren Ärger mit mehr Stimme, mögen Abneigungen, Meinungen und Überzeugungen.

Auf den Punkt gebracht...

Wenn Sie Ihre Mitarbeiter verstehen und ihnen eine atoxische Umgebung bieten, können sie aufblühen und die beste Version von sich selbst werden. Einige der oben erwähnten Trends sind bereits Mainstream, während die anderen noch auf dem Weg dorthin sind. Aber diese neue Arbeitskultur wird sich um viele zwischenmenschliche Kämpfe kümmern, die innerhalb von Organisationen aufflammen, und möglicherweise wird sie eine weiterentwickelte, eigenverantwortliche und stärkere Belegschaft hervorbringen.

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