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Wer behauptet, mit Fernarbeitskräften lässt sich keine Arbeitskultur herstellen? Wir haben eine schöne Liste zusammengestellt, mit der Sie ein gutes Arbeitsumfeld stärken, fördern oder schaffen können, auch wenn es komplett virtuell ist!

Teamwork ist die Grundlage für den Unternehmenserfolg. Sind die zwischenmenschlichen Beziehungen im Arbeitsumfeld konfliktreich (ob im Büro oder außerhalb), leidet darunter nicht nur die Produktivität. Missverständnisse, emotionale Belastungen, Aggressionen und Auseinandersetzungen nehmen dann ebenfalls zu.

Immerhin sind Büroteams mehr oder weniger dazu gezwungen, Probleme unter Mitarbeitern anzusprechen und das Führungspersonal kann bei der Lösung von Konflikten am Arbeitsplatz eine Vermittlerrolle übernehmen. Remote Teams hingegen funktionieren anders. Hier sind aktive Maßnahmen nötig, damit Fernarbeitsteams das Beste aus sich herausholen können und um eine gesunde Arbeitskultur zu schaffen.

Im Folgenden beschreiben wir einige Ansätze, wie das gelingen kann:

1) Der MBTI (Myers-Briggs-Typenindikator) Ansatz

Der Myers-Briggs-Typenindikator (MBTI) ist ein auf psychologischen Merkmalen basierender Persönlichkeitstest. Er wird eingesetzt, um die unterschiedlichen Stärken und Persönlichkeitstypen im Arbeitsumfeld und anderen Umgebungen zu identifizieren und zu verstehen.

Der MBTI-Test ist eine sehr gute Methode, um die Angestellten besser zu verstehen und ihnen dabei zu helfen, sich untereinander zu verstehen. Wöchentliche Rundmails können dabei als Erinnerungshilfe dienen, nett zueinander zu sein, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Persönlichkeitstypen zu akzeptieren und eine auf Empathie basierende Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Dabei muss die Rundmail oder Infografik nicht sonderlich detailreich sein. Einige zentrale, die Augen öffnenden Punkte zu allen 16 Persönlichkeitstypen reichen vollkommen aus.

Der MBTI kategorisiert Menschen auf einfache Weise und ist übrigens nicht nur im Arbeitsumfeld beliebt, sondern auch in der Popkultur.

Eine Kurz-Einschätzung der Mitarbeiter verschafft Ihnen mehr Klarheit über die spezifische Teamaufstellung, sodass Sie die bestehenden Dynamiken innerhalb des Teams besser nachvollziehen können. Diese Informationen sollten Sie aber nicht für sich behalten. Als Arbeitgeber tragen Sie die Verantwortung dafür, die diesbezügliche Kommunikation zwischen den Mitarbeitern auf den Weg zu bringen. Der MBTI ist zwar nicht vollkommen exakt, so viel muss gesagt sein, reicht aber nahe daran. Und das Beste ist, dass der MBTI auch auf unterhaltsame Weise eingesetzt werden kann, insbesondere wenn Ihr Team recht jung (im Geiste) ist.

Sie können beispielsweise fiktive oder reale Personen als Referenz verwenden. Mahatma Gandhi etwa war ein INFJ und Harry Potter ist ein ISFP. Außerdem können Sie die Vorteile von MBTI-Memes dazu nutzen, die Dinge heiter und diskriminierungsfrei zu halten.

2) Gute Schulung und Einführung

Wenn neue Mitarbeiter zum Remote Team Ihrer Firma stoßen, sorgen Sie dafür, dass sie eine Einführung zu den Abläufen im Unternehmen erhalten. Vieles werden sie sich zwar auch selbst erschließen, dennoch ist es wichtig, sie sanft an diese Form der Arbeitskultur heranzuführen, insbesondere wenn sie zuvor ausschließlich in „normalen“ Bürojobs gearbeitet haben.

Auch wenn die Fernarbeitskultur in Ihrem Unternehmen bestimmte Regeln beinhaltet, werden sie gewiss nicht so streng sein wie in einem Bürojob. Entsprechend werden sie anfangs nicht mit der ungewohnten Freiheit und Flexibilität umzugehen wissen. Deshalb müssen Sie Ihnen Zeit und Raum geben, sich langsam an die Fernarbeitskultur zu gewöhnen und dürfen nicht zu viel Druck ausüben.

Ebenfalls wichtig ist, die neuen Mitarbeiter dem bestehenden Team vorzustellen und sie nicht ohne Ankündigung Ihrer virtuellen Arbeitsumgebung hinzuzufügen. Informieren Sie Ihre bestehenden Mitarbeiter über Neuzugänge, bevor sie dazu stoßen.

3) Kommunizieren Sie Ihre Ziele und Wertvorstellungen

Durch regelmäßiges Teilen der Ziele und Wertvorstellungen können Sie zum Entstehen eines Zugehörigkeitsgefühls im Fernarbeitsteam beitragen. Wie ist die Stimmung in Ihrem Unternehmen? Was macht es eigentlich aus? Mit welcher Motivation, zu welchem Zweck wurde die Firma gegründet? Wie kann es den Menschen dienen? All diese Dinge müssen mit dem Team kommuniziert werden. Die Zeiten, als die Angestellten ihre Arbeit mechanisch, Robotern gleich, erledigt haben, sind längst vorbei. Und es geht ihnen auch nicht nur um Geld oder Gehaltserhöhungen. Die Fernarbeiter haben das Bedürfnis zu wissen, wofür sie arbeiten.

Wenn Ihre Mitarbeiter über das ganze Land oder den Globus verstreut sind, ist es nicht leicht, persönliche Bindungen herzustellen, jedoch können diese Ziele und Wertvorstellungen für das Team wie ein Bindeglied wirken und dazu beitragen, ein prosperierendes Netzwerk zu bilden.

4) Mit Spaß den Zusammenhalt der Mitarbeiter fördern

Spannende und kollaborative Plattformen wie Slack, Monday, Assembly, Go Game, Let’s Roam usw. können Ihr Team enger zusammenführen, auch über größere Distanzen hinweg.

Aufwändige Prozesse können so verschlankt werden, die Kommunikation verbessert und Ihr Remote Team wird mit der Integration solcher Werkzeuge in den Arbeitsalltag deutlich zugänglicher und erreichbarer. Anerkennung auch online erfahren, mehr übereinander lernen, die eigene Persönlichkeit zum Ausdruck bringen und die Unternehmensziele teilen – all diese Faktoren tragen zum Entstehen einer gesunden Arbeitskultur bei.

5) Jährliche persönliche Treffen oder monatliche Online-Partys

Zoom, Skype, Google Hangouts sowie weitere Software für Meetings kann sowohl für die Arbeit, als auch für die Freizeit gewinnbringend genutzt werden. Die Pandemie hat es deutlich erschwert, jährliche Firmenfeiern zu veranstalten, aber sobald sich die Lage in Ihrer Region ausreichend entspannt hat, sollte solchen Zusammenkünften nichts mehr im Wege stehen, solange die Hygieneregeln eingehalten werden.

Sollte es jedoch in Ihrem Unternehmen nicht möglich sein, solche Mitarbeiterveranstaltungen durchzuführen, sei es wegen fehlender Mittel oder einfach, weil es praktisch nicht realisierbar ist, gibt es zur Not ja immer noch diese virtuellen Plattformen.

Organisieren Sie monatliche oder jährliche Online-Partys, bei denen Ihre Fernmitarbeiter die Arbeit ruhen lassen und sich ganz darauf konzentrieren können, gemeinsam Spaß zu haben und die Kollegen auch persönlich ein bisschen besser kennen zu lernen.

6) Eine Fortschrittstafel zur Mitarbeitermotivation

Eine nicht-toxische, gesunde Online-Fortschrittstafel auf Ihrer Webseite kann dabei helfen, den Wettbewerbsgeist im Team zu stärken und die Motivation zu erhöhen.

Unvoreingenommene, positive Varianten von „Mitarbeiter der Woche“, „Im Rampenlicht“ oder „Leistungsträger des Tages“ kann dabei helfen, Ihren Angestellten in Erinnerung zu rufen, dass sie nicht allein an Bord sind und es mehr gibt, wofür es sich aufzustehen lohnt und worauf man sich täglich oder monatlich freuen kann, als nur den Zahltag.

7) Ein gutes Workforce-Management-System

Die Bedeutung eines guten Workforce-Management-Systems kann nicht genügend betont werden, wenn es um Fernarbeit geht. Die Angestellten müssen sich über Arbeitszeiten, Zeitpläne, Arbeitsfortschritt, Anwesenheitspflicht im Klaren sein und verstehen, wohin das Unternehmen steuert, für das sie arbeiten.

Eine gute Fernarbeitskultur benötigt gutes Management. Cloudbasierte Software, die rund um die Uhr und von Smartphones, Tablets und Laptops aus zugänglich ist, kann dabei sehr hilfreich sein.

Anstelle von zig verschiedenen Medien zum Teilen wichtiger Informationen zu Arbeitszeiten, Pflichten und Zeitplänen haben Sie bloß eine Software, mit der Sie Ihr Remote Team in beruflichen Angelegenheiten auf dem Laufenden halten können.

8) Regelmäßiges Feedback und Raum für Wachstum

Fernarbeits- sowie Bürokultur sind nicht statisch, sondern entwickeln sich ständig weiter, genauso wie die Persönlichkeiten Ihrer Angestellten. Ihre Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen an die Arbeit verändern sich im Laufe der Zeit und Sie müssen dazu bereit sein, auf diese Veränderungen einzugehen und sie zu respektieren. Denn letztendlich sind es die Mitarbeiter, die ein Unternehmen aufbauen.

Ernennen Sie einen Ansprechpartner für Ihre Fernangestellten und schaffen Sie ein anonymes Feedbacksystem, das den Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, Ihre Gedanken und Ansichten zur Arbeit und der Unternehmenskultur offen zu äußern. Sie werden zwar nicht alle Probleme lösen können, aber immerhin können Sie kommunizieren, dass da jemand ist, der sich um die Probleme der Mitarbeiter kümmert und ihnen zuhört.

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Eine Arbeitskultur in Remote Teams zu schaffen mag zwar schwierig klingen, doch dank moderner Technologien sind sie längst nicht so isoliert, wie oft vermutet. Durch die Pandemie haben wir stärker begriffen, dass Präsenzarbeit nicht immer gleich eine gute Arbeitsatmosphäre bedeutet. Ganz gleich, ob Ihre Angestellten im Büro arbeiten oder remote, die entscheidenden Faktoren sind Ehrlichkeit, Transparenz, Empathie und viel Kommunikation.

Machen Sie mit Stafflist den ersten Schritt zu einer gesunden Arbeitskultur. Probieren Sie es aus!